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Geothermalenergie

Die Geothermalenergie stellt ein reiches Energiepotential auf der Erde dar. In der Slowakei beträgt durchschnittliche Temperaturerhöhung 3 °C je 100 m Bohrung. Geothermalwasservorräte werden nach Potential wie folgt eingeteilt:
  • sich erneuernde Vorräte: ihre Förderung erfolgt mittels einer Förderungsbohrung
  • sich nicht erneuernde Vorräte: erfordern ein Bohrungspaar - außer der Förderungsbohrung auch Reinjektierungsbohrung, durch die außer dem abgekühlten Wasser auch schädliche Gase und Salze in den Erdreich zurückgegeben werden.
Das Geothermalwasser mit Temperatur von 120 -130 °C ist nur zur Beheizung von Objekten, Swimmingpools und Treibhäusern direkt oder meistens durch Austauscher geeignet. In den Jahren 1998-99 wurden 3 Erkundungsbohrungen mit einer Austrittswassertemperatur von 130 °C durchgeführt. Gesamtkosten für die Beheizung von Košice mit Geothermalenergie werden auf 2,5 Mrd. Sk geschätzt. Geothermalquellen mit höherer Wasser-, bzw. Dampftemperatur sind auch zur Elektrizitätserzeugung in den sog. Geothermalkraftwerken geeignet:
  • mit erhitztem Dampf – der Dampf treibt die Dampfturbine und den Generator direkt an, der Dampf wird dem Dampfgenerator zugeführt , wo der erzeugte Dampf die Turbine antreibt,
  • mit Heißwasser – das Geothermalwasser mit ausreichendem Druck wird im Expander in Nassdampf umgewandelt, der die Turbine antreibt
  • mit Binärzyklus - das Geothermalwasser mit einer Temperatur von über ca. 130 °C erwärmt im Austauscher die Flüssigkeit mit niedrigem Siedepunkt (Ammoniak, Isobutan), deren Dampf die Turbine antreibt.
Das Geothermalwasser wird in der SR mit einer Gesamtwärmeleistung von 75 MW und 1218 TJ/Jahr in 35 Lokalitäten zur Beheizung von Objekten, Swimmingpools, Treibhäusern (in Galanta werden 1240 Wohnungen und das Krankenhaus beheizt) benutzt. Die Slowakei hat 25 perspektivische Gebiete der Geothermalquellen mit einer Temperatur unter 150°C in den Tiefen unter 5000 m. Das reichste Gebiet ist das Talbecken von Košice mit einem Potential von etwa 300 MW, wo in der ersten Etappe 8 Bohrungspaare mit ca. 100 MWt Leistung geplant sind, die im Rahmen der Zentralbeheizung von Košice benutzt werden. Erhöhte Wirksamkeit von Geothermalwasser niedriger Temperatur ist durch Anwendung von Wärmepumpen möglich, die auf dem Prinzip des „Umpumpens“ der Wärmeenergie vom Spiegel niedriger Temperatur auf den Spiegel mit höherer Temperatur arbeiten. Dieses Projekt wurde z.B. im Kurort Bojnice 40 kW und Vyšné Ružbachy 2 x 450 kW mit technischer Hilfe des Beratungszentrums der SE, a.s. realisiert.

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